Réka Klein, MdL (SPD)
Die wirtschaftliche Entwicklung der letzten zwanzig Jahre im Landkreis St. Wendel ist eine beeindruckende Erfolgsgeschichte. Mit einem Zuwachs der Arbeitsplätze auf 27.000 konnte ein bedeutender Fortschritt erreicht werden. Dieser Erfolg ist einer guten Entwicklung in Industrie, Handwerk und Dienstleistungssektor zu verdanken. Ziel erfolgreicher Wirtschaftspolitik im Kreis ist, dass dieses Niveau gehalten und ausgebaut wird.
Das Saarland befindet sich im Strukturwandel. Und dieser Strukturwandel macht auch vor dem Landkreis St. Wendel nicht halt. Hierzu zählen sowohl traditionelle Bereiche als auch moderne Technologien. Auch der Tourismus spielt im Landkreis eine wichtige Rolle und stärkt zahlreiche lokale Wirtschaftsbereiche. Durch zusätzliche Kaufkraft profitieren Gastronomie, Tankstellen, der ÖPNV, der Einzelhandel und viele weitere Branchen.
Um diese Erfolge weiterzuführen, ist die Sicherung von Fachkräften eine Voraussetzung. Dies erfordert umfassende Aus- und Weiterbildungsprojekte sowie eine aktive Arbeitsmarktpolitik. Ebenso wichtig ist die Stärkung des Standorts St. Wendel durch den Ausbau erneuerbarer Energien und digitale Infrastruktur. Zukünftig werden viele Unternehmen auf nachhaltige Energiequellen angewiesen sein, dafür müssen wir als Politik die notwendigen Rahmenbedingungen schaffen. Wir brauchen im Saarland nicht nur „grünen Stahl“, sondern auch „grüne Pizza“ und andere „grüne Produkte in der Industrie oder im Zulieferbereich.
Ein entscheidender Erfolgsfaktor ist ein klares Leitbild und ein Gesamtkonzept für den Landkreis St. Wendel, das auch die Wirtschaftsbedingungen beinhaltet. Dies bedarf einer guten kommunalpolitischen Betreuung, um Unternehmen einen schnelleren Zugang zur Politik zu gewährleisten und bürokratische Hürden abbaut. Die Stärkung des Standorts muss dabei stets im Fokus stehen.
Ein weiteres Potenzial liegt in der Erhöhung der Frauenerwerbsquote. Im Juni 2023 betrug der Anteil von Frauen an der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung im Landkreis St. Wendel 48 Prozent, der Landesdurchschnitt liegt bei 46 Prozent. Dennoch besteht erheblicher Beratungsbedarf, insbesondere zur Umwandlung von Teilzeit- und Minijobs in vollwertige Arbeitsverhältnisse. 58 Prozent der Minijobber im Landkreis sind Frauen, hier ist gezielte Unterstützung notwendig. Dies kann durch bestehende Programme und den Ausbau flexibler Betreuungsmöglichkeiten für Kinder und pflegebedürftige Angehörige weiter ausgeschöpft werden.
Mit diesen Maßnahmen möchte ich als Landrätin die mittleren und kleinen Betriebe im Landkreis St. Wendel nachhaltig stärken und den wirtschaftlichen Erfolg unseres Landkreises weiter vorantreiben.
Udo Recktenwald (CDU / Amtsinhaber)
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